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  • Was tun, wenn der Kindesunterhalt ausbleibt?

    Hilfen,Recht — Schlagwörter: , , , — Datum: 9. September 2015

    Parkkralle gegen UnterhaltsschuldnerEs ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass alleinerziehende Mütter ein erhöhtes Armutsrisiko haben. Jede fünfte alleinerziehende Familie bezieht Harz IV. Grund dafür sind aber nicht nur die vermutlich schlechten Jobaussichten, sondern in vielen Fällen auch die barunterhaltspflichtigen Elternteile, die sich ihren Unterhaltspflichten entziehen. Nach groben Schätzungen ist davon aus zu gehen, dass in Deutschland ca. 500.000 Väter nichts oder nur sehr wenig zum Unterhalt ihrer Kinder beitragen.

    Unterhaltsvorschuss bei ausbleibenden Zahlungen des Kindesunterhaltes

    Für Alleinerziehende bleibt die Möglichkeit für maximal 72 Monate, längsstens aber bis zum 12. Lebensjahr des Kindes Unterhaltsvorschuss zu beantragen. Dieser ist deutlich geringer, als der Mindestunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle.

    Der Steuerzahler kommt für den fehlenden Kindesunterhalt auf

    Das Geld ist eine Vorschussleistung für säumige Väter, das bedeutet, dass die Väter das Geld an den Staat zurück zahlen müssten. Doch in der Regel wird dieses Geld in Deutschland nicht konsequent genug zurück gefordert. Der Steuerzahler kommt dann für diese säumigen Väter auf. Dass hier expliziet die Väter genannt werden, liegt daran, dass die Mehrzahl der Alleinerziehenden Mütter sind. Tatsächlich zahlen laut Statistik des Bundesfamilienministeriums 24 Prozent der Männer nicht, bei Frauen sind es sogar 31 Prozent.

    Die Bundesagentur für Arbeit, die auch für die Harz VI Zahlungen an alleinerziehende Mütter zuständig ist, betreibt ein eigenes Inkasso-Unternehmen, das solche Gelder zurückfordert. Im Jahr 2013 konnte die Bundesagentur bundesweit mehr als 78 Millionen Euro säumige Kindesunjterhaltszahlungen eintreiben. 2012 waren es noch 47,5 Millionen Euro. Die Stadt Berlin legt 50 Millionen Euro jährlich für säumige Väter aus. Lediglich 7 Millionen davon fliessen zurück. Zahlungsunwillige Väter umgehen ihre Unterhaltspflicht mit Schwarzarbeit oder falschen Einkommensangaben.

    Mit Parkkrallen gegen säumige Unterhaltsschuldner

    Einige Kommunen in Deutschland greifen auf drastische Mittel zurück, um säumige Väter zur Zahlung von Kindesunterhalt zu bewegen. So setzen Hannover und Dresden beispielsweise knallgelbe Wegfahrsperren ein, um Väter zum Kindesunterhalt zu zwingen. Diese werden erst wieder entriegelt, wenn der Vater seinen Verpflichtungen zum Kindesunterhalt nachgekommen ist.
    Der Umgang mit säumigen Vätern ist in Deutschland recht gelassen. Kindesunterhalt zu schulden, das scheint hier ein Kavalliersdelikt zu sein. Andere Länder sind da wesentlich kreativer, aber auch rabiater. So kann in einigen Bundesländern der USA solch säumigen Vätern beispielsweise der Führerschein entzogen werden. Im Angelparadies Georgia entzieht man den Vätern einfach den geliebten Angelschein und in Kanada verlieren Väter, die keinen Kindesunterhalt zahlen ihre Jagdlizenz. Im benachbarten Tschechien setzt man auf Gefängnisstrafen. Zwar ist ein Freiheitsentzug bei vorsätzlicher Unterhaltsverweigerung auch in Deutschland möglich, jedoch wird das in der Praxis in der Regel nie umgesetzt.
    In Deutschland wird von der Parkkralle noch relativ selten Gebrauch gemacht.So kam dieses Zwangsmittel beispielsweise im Landkreis Wittenberg im Jahr 2014 insgesamt 14 mal zum Einsatz.

    Kavaliersdelikt säumiger Kindesunterhalt

    Tatsächlich wird in Deutschland der säumige Kindesunterhalt eher als Kavaliersdelikt betrachtet. Der Steuerzahler muss oft einspringen, aber nur etwa 20 Prozent der Unterhaltsvorschüsse werden von den säumigen Vätern beglichen. Am erfolgreichsten werden solche Unterhaltsvorschussleistungen in Bayern von 27 Prozent der säumigen Väter zurück gefordert. In Thüringen dagegen werden nur 13,3 Prozent der geleisteten Unterhaltsvorschussleistungen auch tatsächlich von den Unterhaltspflichtigen wieder eingefordert.

    Foto: © Dan Race / Fotolia.de

    Kommentar von oelfuss am 10.09.2015 um 17:32 Uhr

    Ich will vorausschicken, dass ich auch viele Jahre Unterhalt zahlen musste, dass die Schwarte so richtig geknackt hat. Da meine Kinder erwachsen sind, ist dies ein schon seit geraumer Zeit abgeschlossenes Kapitel meines Lebens. Ich habe in all den Jahren immer pünktlich und vollständig gezahlt, das aber nur nebenbei. Aber ich wehre mich dagegen, und immer mehr Väter tun das auch, auf den "Zahlvater" reduziert zu werden. Ein Vater ist für die gesunde Entwicklung eines Kindes ebenso wichtig, wie eine Mutter! Auch wir Männer können unseren Beitrag auf ganz normale Art und Weise leisten, in dem wir unsere Kinder betreuen. Das Wechselmodell ist eine gute Alternative. Bei meiner Trennung sagte meine damals 14-jährige Tochter: "Papa, ich bleibe auf jeden Fall bei Dir!" Und so war es dann auch. Meinem erst neunjährigen Sohn haben wir es überlassen, selbst zu entscheiden, wo er sein will. Meine Ex und ich wohnten damals nur ca. 500m auseinander. Nach dem Motto: "Ein Kind gehört zur Mutter" wurde ich zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Es zeigte sich, dass mein Sohn es sehr bald vorzog, die allermeiste Zeit bei mir zu verbringen. Er aß bei mir, schlief bei mir, ich wusch seine Wäsche und an jedem Heiligen Abend, an jedem Osterfest und auch an allen seinen Geburtstagen feierten wir hier. Auch um seine Schulsachen, seine Ausbildung und vieles mehr kümmerte ICH mich. Ebenso habe ich die Feier seiner Konfirmation ausgerichtet. Als ich den Familienrichter fragte, warum ich unter diesen Bedingungen Unterhalt für meinen Sohn an meine Ex zahlen muss, erhielt ich zur Antwort: "Weil ein Kind zu seiner Mutter gehört. Schmeissen sie ihn raus und schicken ihn dahin, wo er hin gehört!" Dies war im August 2008. Ich hoffe sehr, daß inzwischen auch bei den Familiengerichten angekommen ist, was viele andere schon wissen: Auch ein Vater hat sehr innige Verbindungen zu seinen Kindern. Und in nahezu ganz Europa, eben nur nicht Deutschland, hat diese Erkenntnis schon umgesetzt und favorisiert das Wechselmodell. Ich rate allen betroffenen Vätern, sich zu wehren und um ihr Recht und das ihrer Kinder, für eine innige Beziehung zueinander zu kämpfen.


    Kommentar von Admin am 11.09.2015 um 17:37 Uhr

    @Oelfuss Ich habe jahrelang das Forum von Alleinerziehend.net eV betreut. Ich kenne die ganzen typischen Trennungs- und Umgangsverweigerungsgeschichten zur Genüge.Ich habe übrigens nie Kindesunterhalt für meine Tochter erhalten. Hab die jedoch auch nie eingefordert, weil die Mutter sowieso nie zahlen konnte. Verbittert bin ich jedoch nicht. Es hat sich ganz von selbst ergeben, dass meine Tochter wieder den Umgang mit ihrer leiblichen Mutter gesucht hat. Dennoch bin ich eigentlich erschüttert, mit welchem Engagement unser Staat versucht solche Steuergelder wieder ein zu treiben. Wären solche Steuergelder wieder eingetrieben worden, dann wäre auch genügend Geld übrig geblieben um mir und meiner Tochter nach der Einstellung des Unterhaltsvorschusses nach dem 12. Lebensjahr ein einigermassen akzeptables Leben zu ermöglichen. Meine Tochter ist inzwischen 18 und mir geht es inzwischen finanziell recht gut. Aber dennoch sollte man über drastischere Methoden zur Eintreibung von Unterhaltsvorschüssen nachdenken, damit genügend Geld für die Kinder ab 12 Jahre übrig bleibt.


    Kommentar von oelfuss am 11.09.2015 um 19:46 Uhr

    @admin, ich gebe Dir im Grunde ja recht. Aber um diese Dinge wirklich wirksam und konsequent verfolgen zu können, braucht man entsprechende Stellen und qualifiziertes Personal, und das kostet nun mal Geld. (Nebenbei: Eine meiner ehemaligen Mitarbeiterinnen hat seit geraumer Zeit eine solche Stelle übernommen, es gibt sie also hin und wieder.) Damit sich das Ganze für die öffentliche Hand rechnet, müssen diese Leute deutlich mehr Geld eintreiben, als sie selbst und ihr Arbeitsplatz kosten. Eine Alternative wäre, diese Tätigkeit einem (seriösen!) Inkassobüro zu übertragen, das auf Provisionsbasis arbeitet, also nur Geld verdient, wenn es erfolgreich ist. Diese Möglichkeit habe ich früher immer wieder angeregt. Warum man sie nicht wahrgenommen hat, weiß ich leider bis heute nicht.


    Kommentar von Admin am 13.09.2015 um 16:28 Uhr

    @Oelfuss Kann man da eine neue Geschäftsidee wittern. Ich glaube schon. Es geht bei Unterhaltsvorschussleistungen immerhin um viel Geld. Habe leider zu wenig Zeit solche Geschäftsideen zu verfolgen, aber es wäre ja eine attraktive Idee!


    Kommentar von oelfuss am 13.09.2015 um 19:12 Uhr

    @Admin, ob das eine gute Geschäftsidee wäre, müsste man mal überlegen. Es wird seinen Grund haben, dass nur wenige der am Markt tätigen Inkassobüros so etwas aktiv anbieten. Und, wie schon gesagt, die Behörden fragen das auch kaum nach, was mich nun wieder verwundert. Fakt ist ganz einfach, dass bei vielen Unterhaltspflichtigen einfach nichts zu holen ist. Du hast ja geschrieben, dass es bei Dir auch so war. Man müßte das Ganze erst mal mit erheblichen Investitionen aufbauen mit dem Risiko, dass man anschließend kaum kostendeckend arbeiten kann. Wäre ich ein paar Jahre jünger, würde ich es mir vielleicht überlegen. Aber nach über 40 Jahren Tätigkeit in diesem Bereich habe ich einfach keine Lust mehr, mich mit den Schulden anderer Leute zu beschäftigen. Schon gar nicht in Vollzeit, wobei es bei so einer selbstständigen Tätigkeit nicht bei einer 40-Stunden-Woche bleiben wird. Ich kann im kommenden Jahr in Rente gehen und mich dann meinen Hobbies und Interessen widmen. Der Beruf war stressig genug. :-)



      




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