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  • Beitrag des NDR zu Unterhaltszahlungen

    Hilfen,Recht — Schlagwörter: , — Datum: 25. Mai 2018

    Beistandschaft durch das Jugendamt
    Der NDR arbeitet gerade einen Bericht zum Thema Unterhalt. Für diese Reportage werden Alleinerziehende gesucht, die wegen ausbleibender Unterhaltszahlungen auf Unterhaltsvorschuss angewiesen sind, obwohl Sie den Eindruck haben, dass der andere Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen nachkommen könnte. Wer sich jetzt angesprochen fühlt, wird um Kontaktaufnahme unter der Mobilfunknummer 0151-14966165  (Dr. Rita Knobel-Ulrich) gebeten. (weiter…)


     


    Was tun, wenn der Kindesunterhalt ausbleibt?

    Hilfen,Recht — Schlagwörter: , , , — Datum: 9. September 2015

    Parkkralle gegen UnterhaltsschuldnerEs ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass alleinerziehende Mütter ein erhöhtes Armutsrisiko haben. Jede fünfte alleinerziehende Familie bezieht Harz IV. Grund dafür sind aber nicht nur die vermutlich schlechten Jobaussichten, sondern in vielen Fällen auch die barunterhaltspflichtigen Elternteile, die sich ihren Unterhaltspflichten entziehen. Nach groben Schätzungen ist davon aus zu gehen, dass in Deutschland ca. 500.000 Väter nichts oder nur sehr wenig zum Unterhalt ihrer Kinder beitragen. (weiter…)

    Kommentar von oelfuss am 10.09.2015 um 17:32 Uhr

    Ich will vorausschicken, dass ich auch viele Jahre Unterhalt zahlen musste, dass die Schwarte so richtig geknackt hat. Da meine Kinder erwachsen sind, ist dies ein schon seit geraumer Zeit abgeschlossenes Kapitel meines Lebens. Ich habe in all den Jahren immer pünktlich und vollständig gezahlt, das aber nur nebenbei. Aber ich wehre mich dagegen, und immer mehr Väter tun das auch, auf den "Zahlvater" reduziert zu werden. Ein Vater ist für die gesunde Entwicklung eines Kindes ebenso wichtig, wie eine Mutter! Auch wir Männer können unseren Beitrag auf ganz normale Art und Weise leisten, in dem wir unsere Kinder betreuen. Das Wechselmodell ist eine gute Alternative. Bei meiner Trennung sagte meine damals 14-jährige Tochter: "Papa, ich bleibe auf jeden Fall bei Dir!" Und so war es dann auch. Meinem erst neunjährigen Sohn haben wir es überlassen, selbst zu entscheiden, wo er sein will. Meine Ex und ich wohnten damals nur ca. 500m auseinander. Nach dem Motto: "Ein Kind gehört zur Mutter" wurde ich zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet. Es zeigte sich, dass mein Sohn es sehr bald vorzog, die allermeiste Zeit bei mir zu verbringen. Er aß bei mir, schlief bei mir, ich wusch seine Wäsche und an jedem Heiligen Abend, an jedem Osterfest und auch an allen seinen Geburtstagen feierten wir hier. Auch um seine Schulsachen, seine Ausbildung und vieles mehr kümmerte ICH mich. Ebenso habe ich die Feier seiner Konfirmation ausgerichtet. Als ich den Familienrichter fragte, warum ich unter diesen Bedingungen Unterhalt für meinen Sohn an meine Ex zahlen muss, erhielt ich zur Antwort: "Weil ein Kind zu seiner Mutter gehört. Schmeissen sie ihn raus und schicken ihn dahin, wo er hin gehört!" Dies war im August 2008. Ich hoffe sehr, daß inzwischen auch bei den Familiengerichten angekommen ist, was viele andere schon wissen: Auch ein Vater hat sehr innige Verbindungen zu seinen Kindern. Und in nahezu ganz Europa, eben nur nicht Deutschland, hat diese Erkenntnis schon umgesetzt und favorisiert das Wechselmodell. Ich rate allen betroffenen Vätern, sich zu wehren und um ihr Recht und das ihrer Kinder, für eine innige Beziehung zueinander zu kämpfen.


    Kommentar von Admin am 11.09.2015 um 17:37 Uhr

    @Oelfuss Ich habe jahrelang das Forum von Alleinerziehend.net eV betreut. Ich kenne die ganzen typischen Trennungs- und Umgangsverweigerungsgeschichten zur Genüge.Ich habe übrigens nie Kindesunterhalt für meine Tochter erhalten. Hab die jedoch auch nie eingefordert, weil die Mutter sowieso nie zahlen konnte. Verbittert bin ich jedoch nicht. Es hat sich ganz von selbst ergeben, dass meine Tochter wieder den Umgang mit ihrer leiblichen Mutter gesucht hat. Dennoch bin ich eigentlich erschüttert, mit welchem Engagement unser Staat versucht solche Steuergelder wieder ein zu treiben. Wären solche Steuergelder wieder eingetrieben worden, dann wäre auch genügend Geld übrig geblieben um mir und meiner Tochter nach der Einstellung des Unterhaltsvorschusses nach dem 12. Lebensjahr ein einigermassen akzeptables Leben zu ermöglichen. Meine Tochter ist inzwischen 18 und mir geht es inzwischen finanziell recht gut. Aber dennoch sollte man über drastischere Methoden zur Eintreibung von Unterhaltsvorschüssen nachdenken, damit genügend Geld für die Kinder ab 12 Jahre übrig bleibt.


    Kommentar von oelfuss am 11.09.2015 um 19:46 Uhr

    @admin, ich gebe Dir im Grunde ja recht. Aber um diese Dinge wirklich wirksam und konsequent verfolgen zu können, braucht man entsprechende Stellen und qualifiziertes Personal, und das kostet nun mal Geld. (Nebenbei: Eine meiner ehemaligen Mitarbeiterinnen hat seit geraumer Zeit eine solche Stelle übernommen, es gibt sie also hin und wieder.) Damit sich das Ganze für die öffentliche Hand rechnet, müssen diese Leute deutlich mehr Geld eintreiben, als sie selbst und ihr Arbeitsplatz kosten. Eine Alternative wäre, diese Tätigkeit einem (seriösen!) Inkassobüro zu übertragen, das auf Provisionsbasis arbeitet, also nur Geld verdient, wenn es erfolgreich ist. Diese Möglichkeit habe ich früher immer wieder angeregt. Warum man sie nicht wahrgenommen hat, weiß ich leider bis heute nicht.


    Kommentar von Admin am 13.09.2015 um 16:28 Uhr

    @Oelfuss Kann man da eine neue Geschäftsidee wittern. Ich glaube schon. Es geht bei Unterhaltsvorschussleistungen immerhin um viel Geld. Habe leider zu wenig Zeit solche Geschäftsideen zu verfolgen, aber es wäre ja eine attraktive Idee!


    Kommentar von oelfuss am 13.09.2015 um 19:12 Uhr

    @Admin, ob das eine gute Geschäftsidee wäre, müsste man mal überlegen. Es wird seinen Grund haben, dass nur wenige der am Markt tätigen Inkassobüros so etwas aktiv anbieten. Und, wie schon gesagt, die Behörden fragen das auch kaum nach, was mich nun wieder verwundert. Fakt ist ganz einfach, dass bei vielen Unterhaltspflichtigen einfach nichts zu holen ist. Du hast ja geschrieben, dass es bei Dir auch so war. Man müßte das Ganze erst mal mit erheblichen Investitionen aufbauen mit dem Risiko, dass man anschließend kaum kostendeckend arbeiten kann. Wäre ich ein paar Jahre jünger, würde ich es mir vielleicht überlegen. Aber nach über 40 Jahren Tätigkeit in diesem Bereich habe ich einfach keine Lust mehr, mich mit den Schulden anderer Leute zu beschäftigen. Schon gar nicht in Vollzeit, wobei es bei so einer selbstständigen Tätigkeit nicht bei einer 40-Stunden-Woche bleiben wird. Ich kann im kommenden Jahr in Rente gehen und mich dann meinen Hobbies und Interessen widmen. Der Beruf war stressig genug. :-)



     

    Nur 20 Prozent des Unterhaltsvorschusses wird zurückgezahlt

    Hilfen,Recht — Schlagwörter: , — Datum: 20. März 2014

    UnterhaltsvorschussAlleinerziehende haben ständig eine Mehrfachbelastung aus Haushalt, Erziehung und Existenzsicherung zu stemmen. Die finanzielle Situation ist daher oft genug angespannt. Bleibt dann noch der Kindesunterhalt aus, oder wird ständig mit Verzögerung gezahlt, dann kann es finanziell besonders eng werden. Alleinerziehende mit Kindern bis zum 12. Lebensjahr können daher Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetzt beantragen. Dieser Unterhaltsvorschuss wird für maximal 72 Monate gewährt und beträgt seit 2010 für Kinder bis 5 Jahre monatlich 133 Euro, für Kinder von 6 bis 11 Jahre monatlich 180 Euro. (weiter…)

    Kommentar von twoalone am 20.03.2014 um 08:23 Uhr

    UVG in allen Ehren, aber was macht es denn für einen Sinn wenn von den 133 Euro nur 36 Euro, nach Berechnung von SGB2, übrigbleiben und man, nachdem man sich mal getraut hat nachzufragen warum das so ist (Der selbe Gesetzgeber der dem Kind 133? zugesteht, zieht ihm im Fall von Hartz IV 97? wieder ab), dann mitgeteilt bekommt: "Ein Hartz IV -Kind braucht nicht soviel Unterhalt!" Soviel zur sozialen Gleichstellung der Kinder! Als ob die was dafür könnten.... Armes Deutschland!


    Kommentar von Admin am 20.03.2014 um 20:04 Uhr

    @twoalone Der Artikel fasste ja nur die Unterhaltsvorschussleistungen zusammen, die nicht zurückgefordert werden. Es sind immerhin 500 Mio Euro, die an Außenständen bleiben. Würde man die konsequenter zurückfordern, könnte man sicherlich Unterhaltsvorschuss über das 12 Lebensjahr eines Kindes hinaus zahlen. Die Idee zum Thema kam durch die Bertelsmann Studie, auf die im Artikel Alleinerziehende sind vielfach benachteiligt eingegangen wird. LG Frank


    Kommentar von oelfuss am 21.03.2014 um 21:23 Uhr

    Ich vermute mal, dass die Jugendämter durchaus versuchen, den Unterhaltsvorschuß wieder einzutreiben. Ich gehe aber davon aus, dass bei vielen eigentlich zur Unterhaltszahlung Verpflichteten einfach nichts zu holen ist. Hartz IV lässt grüßen! Es muss ja erst mal einen Grund für das Jugendamt geben, überhaupt den Vorschuß zu zahlen. Dass der eigentliche zur Zahlung Verpflichtete keine Lust hat, zu zahlen, reicht hierfür nicht aus. Es ist eben jetzt und auch später nichts zu holen! Rund 25 % aller berufstätigen Menschen arbeiten zu einem so geringen Lohn, dass nichts gepfändet werden kann. Das ist unsere deutsche Realität im Jahr 2014. Es ist also nicht so, dass die Jugendämter sich nicht um die Erstattung des Unterhaltsvorschusses bemühen. Es ist viel mehr Fakt, dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche fassen kann. Aber Deutschland geht es gut, sagt unsere Kanzlerin....


    Kommentar von frecheref am 11.07.2014 um 19:49 Uhr

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Jugendämter an einer Rückerstattung des UV gar nicht interessiert sind. Ich bekomme ja auch welches und nun ist die Kindesmutter durch Erbschaft vermögend geworden - aber das interessiert nicht. Auch könnte das JA OMA und Opa zum Unterhalt auffordern - wenn die richtig gut Geld haben - und insbesondere dann, wenn sie sich gar nicht um die Enkel kümmern - aber auch das geschieht nicht. Kindesmutter hat ca. 75000 geerbt und es geschieht nichts ...


    Kommentar von oelfuss am 11.07.2014 um 21:47 Uhr

    @frecheref: Um Oma und Opa zur Zahlung heran zu ziehen, bedarf es schon recht schwer zu erfüllender Voraussetzungen. Was die Kindesmutter betrifft, sieht die Sache schon ganz anders aus. Ich gehe davon aus, daß ich Dein Posting richtig interpretiere, nämlich so: Das Kind (die Kinder), für die die Mutter unterhaltspflichtig sind, leben bei Dir. Die Mutter zahlt keinen Unterhalt, also erhältst Du Unterhaltsvorschuß vom Jugendamt. Dabei ist nicht auszuschließen, daß der Dir gerichtlich zuerkannte Unterhalt höher ist, als der Vorschuß, den das Jugendamt bezahlt. Wenn dem so ist und die Mutter tatsächlich über ein Vermögen von 75.000,-- ? verfügt, dann schlag zu! Wenn Dir der Unterhalt gerichtlich zuerkannt wurde, also "tituliert" ist, wie es im Juristendeutsch heißt, dann mach Dich schnell auf den Weg zu Deinem Anwalt. Du mußt Dich selbst drum kümmern, ein anderer wird es nicht tun. LG Ölfuß



      




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